Die letzten paar Tage verliefen eigentlich recht geruhsam. Ich verbrachte mehrere Tage mit John am Strand(Butre, wunderschoen). Gestern abend brachte ich ihn dann zum Flughafen in Accra da er wieder zurueck nach England flog.
Spannender ist mein Ausflug zu einem Dorf in der Naehe Capecoasts. Ich schlief eine Nacht bei Jonni, einem Freund aus Freiburg, und beschloss aus einer Laune heraus in einem abgelegen Dorf zu schlafen.
Morgends ging ich los, ohne wirkliches Ziel, einfach der Nase nach. Nach etwa vier Stunden des Laufens auf einer Staubstrasse gelangte ich an einen Fluss, der Pra. Wandern war ein Teil meines Planes gewesen, man kann einfach mehr erleben wenn man nicht an der Landschaft im Auto vorbei rast.
Ueber den Pra setzte ich in einem Einbaum ueber, zusammen mit etwa sechs anderen Menschen. Da ich nur wusste, dass mich auf der anderen Seite die Wildnis erwartet, mehr nicht. Schloss ich mich einer Dreiergruppe aus dem Boot an. Ich sagte ihnen einfach, dass ich ihnen folgen werde, das genuegte und es zeichnete sich nicht einmal grosse Ueberraschung auf ihren Gesichtern ab.
Nach einer Stunde auf kleinen Pfaden durch den Dschungel stiessen wir auf das Dorf. Keine Elektrizitaet, kein fliessend Wasser, nichts.
Bei meiner Ankunft versammelte sich sofort das ganze Dorf(etwa 100 Einwohner wie mir gesagt wurde) und ich hatte eine Unterredung mit dem Chief, der mich nach meiner „Mission“ erkundigte. Mein Plan war eigentlich nur, in dem Dorf zu naechtigen und morgends wieder den Rueckweg anzutreten. War auch kein Problem. Mir wurde Essen angeboten, Fufu und Fruechte und Kokosnuessse und bald nach Einbruch der Dunkelheit konnte ich in einem der Betten in den Lehmhuetten naechtigen.
Morgends wieder deftiges Essen, dann geleitete mich der Chief zurueck zu der Stelledes Flusses wo eine Ueberquerung moeglich ist.
Die Erfahrung einfach loszugehen und in einem wildfremden Dorf uebernachten zu koennen war sehr interessant und hat mir Ghana noch einmal von einer anderen Seite naehergebracht. Nur empfehlenswert…
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