Besondere Einträge

Mittlerweile bin ich schon seit drei Monaten wieder in Deutschland und habe angefangen in Dresden zu studieren. Nebenbei kümmere ich mich noch um das in Ghana geschaffene Freiwilligenaustausch Projekt,www.loszughana.de oder www.ghanavolunteer.co.uk. MIttlerweile sind es schon schon 15 Freiwillige, die mit uns nach Ghana gekommen sind.

Um dem Leser einen einen Überblick über den Blog zu geben, habe ich eine kleine Zahl Artikel zusammengestellt, die mir gefallen:

Besondere Einträge

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kurzupdate

Nun sind sie tatsaechlich da: meine eltern nebst Schwester. Lange drauf gewartet und schon fast wieder vorbei. Naechsten Montag fliegen sie wieder zuruek und ich werde wieder zurueck nach Kumasi gehen und in dem Rehbilitationscenter arbeiten.

Gerade sind wir in Cape Coast, nach akosombo, Begoro und Kumasi und werden dann morgen noch die restlichen Tage am Strand verbringen, verbrutzeln.

Accra

wieder in Accra.

Bestieg ein Sammeltaxi um zu meinem Hotel zu kommen. Ploetzlich entsteht Hektik, die Fahrgaeste schreien, der Fahrer wird urploetzlich hektisch und faehrt so ueberstuerzt los, dass im seine Broetchen auf den Boden faellt.

Ich frage, was den das Problem sei? Es sei die Ankunft eines weis behelmten Polizisten, der kontrolliere, dass niemand dort hielte wo wir gerade noch gestanden und gewartet hatten.

Die Reaktion der Insassen war lustig zu beobachten, wie Kinder die wissen dass sie etwas verbrochen haben und als ein Erwachsener kommt, fieberhaft ihre Fahrraeder besteigen und davonstoeben.

Tamaras Schwestern

Die letzten Tage verbrachte ich mit Tamara und ihren Schwestern, die gerade zu Besuch sind und in Ghana herumreisen. Wir schliefen immer in Hotels und waren zwei Naechte am Strand in einem Rasta-Beach-Resort mit Raggae Live Band, leider war mir nicht so gut, ich hatte etwas Fieber wegen einer kleinen Infektion am Beim.

Gestern Nacht trennte ich mich dann von den netten Maedels und machte mich wieder alleine auf. Mein Ziel war eine Fischerdorf in der Naehe Winnebas, wo ich vorhatte zu naechtigen. Nach 2stuendigem Marsch in der Mittagshitze musst ich feststellen, dass das Dorf doch nicht so abgelegen und unberuehrt ist. Elektrizitaet, eine gute Strasse und ein riesiges, neues Hotel direkt am Strand.

Ich liess mich nicht beirren und fand einen Schlafplatz in einem kleinen Haus, direkt neben dem teuren Strandresort. Zu diesem kam ich durch Isaac, der, wie sich spaeter herausstellte,19 Jahre alt war. Er sprach mich am Strand an, was ich so mache, wie es mir gehe und woher ich komme – das Uebliche.

Zuerst war ich etwas genervt, fragte ihn aber doch spaeter, ob er eine Idee haette wo ich schlafen koenne. Sofort bot er mir an, mit ihm in seinem kleinen Haus am Strand zu schlafen, wo er wohnt um ungestoert lernen zu koennen.

Anfangs war ich etwas skeptisch, all diese Warnungen vor Diebstaehlen die man so hoert. Ich haette mich aber nicht sorgen sollen, alles noch da. Interessanterweise liessen wir das Radio auf betraechtlicher Lautstaerke die ganze Nacht laufen und eine Petroleumlampe brennen. Am morgen erkletterte Isaac eine der umliegenden Palmen und es gab frische Kokosnuesse zum Fruehstueck!

Haette ich in dem Hotel uebernaechtigt haette mir Isaac nicht seine halbe Familie im Dorf gezeigt und ich waere den Fischern ganz anders begegnet, nicht als ein Freund einer der Ihren, sondern als fremder Tourist.

kommentar

Vor ein paar Tagen erhielt ich einen Kommentar zu meinem Blog per mail.

In diesem wurde mir deutlich gemacht, dass die Beschreibungen wie ich ich bei verschiedenen Ghanaern unterkomme und eine Nacht in ihrem Haus verbringe, einen Zug von Ueberheblichkeit meinerseits zeigen wuerden. Auserdem hatte die Person den Eindruck ich nutze eine Einfaeltigkeit der Menschen hier aus.

Ich will diesen Eindruck auf keinen Fall entstehen lassen, ich geniesse die Gastfreundschaft der Menschen hier sehr und nutze sie als Moeglichkeit der Ghanaischen Kultur naeher zu kommen. Es ist einfach etwas ganz anderes bei Einheimischen als in einem Hotel zu uebernachten, ich erlebe so das wirkliche Ghana und nicht das Ghana der Touristen.

Der saloppe Tonfall koennte vielleicht deshalb entstanden sein, da es wirklich einfach ist, hier Menschen zu finden die dir Vertrauen und dich gerne naeher kennenlernen moechten und mir, der Tradition gehorchend, darum anbieten bei ihnen zu wohnen.

Ich nutze nicht aus, sondern versuche Ghana von einer neuen Seite kennenzulernen.

Hitze

Heute Nacht schlief ich mal wieder in einem Hotel, ich hatte Lust mal wieder eine Zimmer fuer mich zu haben. Und 8 Cedis waren auch gut zu verkraften(Swimmingpool vorhanden, den ich Nachts noch allein nutzen konnte).

Frueh am Morgen um etwa 6Uhr machte ich mich auf ein paar Photos zu schiessen. So frueh, da am morgen das Licht fuer Fotos sehr gut ist, goldenen Toene.

Zwei Nette Porttraits konnte ich von zwei alten Maennern machen, der eine, der gerade am Blumengiessen war, wollte als Bezahlung meine Adresse um mir Briefe schreiben zu koennen. Es ist immer so eine Sache Bilder von Menschen zu machen, oft begegnen einem die Menschen mit deutlicher Abweisung.

Gegen Mittag wurde es dann richtig heiss, so heiss dass ich fuer drei Stunden einfach nur dasass und langsam ein Cola trank. Dort traf ich auch Banini wieder. Banini hatte mir im trotro seine Nummer gegeben, mit dem Hinweis, dass wenn ich in Keta kein Hotel finden wuerde, koenne ich bei ihm schlafen. Heute nutzte ich diese Moeglichkeit dann und landete in einem wundernetten Haus aus der Kolonialzeit in einem eigenen hellen und angenehmen Raum. Banini war Pastor, wie sich herausstellte und er stellte mir seine Frau als meine Mutter vor. So konnte ich fuer einen Abend und den naechsten morgen mal wieder nettes Familienleben mit Geschwistern geniessen. Nebenbei wurde auch super fuer mich gekocht und gesorgt.

Beim Glitzern einer Lagune

Von Dabala machte ich mich ganz ungebunden mit dem trotro auf den Weg Richtung Sueden und als ich das Glitzern einer netten Lagune in der Ferne sah, machte ich dem Mate(derjenige, der das Geld einsammelt und das Ziel des Trotros laut aus dem Fenster bruellt) ein Zeichen und stieg aus im Nirgendwo.

Den Fischer, den ich dort an den Ufern der Lagune traf, fragte ich, ob man den in dem Wasser schwimmen koenne. Aber  er schien den Begriff „Schwimmen“, auch als ich mit Haenden und Fuessen gestikulierte, nicht zu verstehen. Also, das die meisten Ghanaer nicht schwimmen koennen wird immer wieder klar, aber dass sogar der Begriff unbekannt ist, habe ich noch nicht erlebt.

Ich setzte meinen Weg an der Lagune entlang fort und lief fuer etwa anderthalb Stunden. Auf dem Weg kaufte ich Wasser in einer der Doerfern und begleitete die Kinder des Dorfes zu ihrem taeglichen Bad. Gebadete wurde in der Lagune in wildem Gespiel! Die Horde rein ins Wasser rennen und Jeder andauerend komische Flips und Schaukaempfe.

Der Spass war nach 20 Minuten vorbei, ich ging weiter und alle Kinder folgten mir fuer eine gute halbe Stunde in die Oednis.

aber klar, schlaf hier..

Ein Reisetag: Ich komme in Dabala, einem Dorf in der Voltaregion, an und geniese eine Coke in einer Eckbar direkt an der Strasse. Mein Plan ist, irgendwo bei jemandem unterzukommen um so ein Hotel umgehen zu koennen. Also lenke ich das Gespraech nach einer Weile auf die Frage, ob es denn hier ein guenstiges Hotel gaebe. Daniel, der Besitzer erzaehlt erst noch eine Weile von Neuseeland, wo er fuer eine Zeit gewohnt hat und meint dann, ich koenne bei einem Freund schlafen.

Dieser Freund weis aber garnnichts von mir, wie sich spaeter herausstellt. Daniel hatte mich zu seinem Haus geleitet, ein sehr nettes und gut eingerichtetes Haus mit laufendem Fernseher uebrigends, und ich warte noch eine Weile vor dem Ferneseher. Als der Freund, Samuel, ein Farmer, mich ueberascht in seinem Haus antrifft, sage ich ihm, dass ich auch nicht wisse was ich hier mache, Daniel haette mich hierhergefuehrt und ob ich hier nicht schlafen koennte?

Kein Problem, schlaf hier. So einfach findet man in Ghana ein Unterkunft!

Eine Nacht im Dorf

Die letzten paar Tage verliefen eigentlich recht geruhsam. Ich verbrachte mehrere Tage mit John am Strand(Butre, wunderschoen). Gestern abend brachte ich ihn dann zum Flughafen in Accra da er wieder zurueck nach England flog.

Spannender ist mein Ausflug zu einem Dorf in der Naehe Capecoasts. Ich schlief eine Nacht bei Jonni, einem Freund aus Freiburg, und beschloss aus einer Laune heraus in einem abgelegen Dorf zu schlafen.

Morgends ging ich los, ohne wirkliches Ziel, einfach der Nase nach. Nach etwa vier Stunden des Laufens auf einer Staubstrasse gelangte ich an einen Fluss, der Pra. Wandern war ein Teil meines Planes gewesen, man kann einfach mehr erleben wenn man nicht an der Landschaft im Auto vorbei rast.

Ueber den Pra setzte ich in einem Einbaum ueber, zusammen mit etwa sechs anderen Menschen. Da ich nur wusste, dass mich auf der anderen Seite die Wildnis erwartet, mehr nicht. Schloss ich mich einer Dreiergruppe aus dem Boot an. Ich sagte ihnen einfach, dass ich ihnen folgen werde, das genuegte und es zeichnete sich nicht einmal grosse Ueberraschung auf ihren Gesichtern ab.

Nach einer Stunde auf kleinen Pfaden durch den Dschungel stiessen wir auf das Dorf. Keine Elektrizitaet, kein fliessend Wasser, nichts.

Bei meiner Ankunft versammelte sich sofort das ganze Dorf(etwa 100 Einwohner wie mir gesagt wurde) und ich hatte eine Unterredung mit dem Chief, der mich nach meiner „Mission“ erkundigte. Mein Plan war eigentlich nur, in dem Dorf zu naechtigen und morgends wieder den Rueckweg anzutreten. War auch kein Problem. Mir wurde Essen angeboten, Fufu und Fruechte und Kokosnuessse und bald nach Einbruch der Dunkelheit konnte ich in einem der Betten in den Lehmhuetten naechtigen.

Morgends wieder deftiges Essen, dann geleitete mich der Chief zurueck zu der Stelledes Flusses wo eine Ueberquerung moeglich ist.

Die Erfahrung einfach loszugehen und in einem wildfremden Dorf uebernachten zu koennen war sehr interessant und hat mir Ghana noch einmal von einer anderen Seite naehergebracht. Nur empfehlenswert…

Nun nur noch Internetkaffee

Ab morgen werde ich auf Internet Kaffees angewiesen sein, da ich meine Schule verlassen werde, und werde wohl nicht mehr so haeufig neue Beitraege veroeffentlichen koennen…

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Nebenbei: Endlich haben John und ich loszughana ins englische uebersetzt: volunteerghana.wordpress.com Wir hoffen so noch mehr Leute mit unserem Projekt zu erreichen.

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Über malteghana

Ein junger Freiwilliger versucht, auf unterhaltsame und nachdenkliche Weise seine Erfahrungen während einem Jahr in Ghana zu schildern.

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